111 Jahre SPD - und ganz schön flott und kreativ

Veröffentlicht am 28.01.2015 in Ortsverein

Zu einer unkonventionellen Feier hat der SPD-Ortsverband Nördlingen eingeladen. Das Schmuddelwetter hielt die Genossen nicht ab gutgelaunt bei Punsch und Musik in der Fußgängerzone ihre Freude über ihren 111.Geburtstag zu zeigen.

In seiner Ansprache streifte der Vorsitzenden Wolfgang Stark die Geschichte des Vereines. Er stelle heraus, dass immer Vertreter aller gesellschaftlichen Schichten Mitglieder der Nördlinger SPD waren, es sich nie um eine Interessensvertretung handelte. Das Wohl der Gemeinschaft ist und bleibt ein proklamiertes Ziel der Genossen, denn das Ganze zählt immer mehr als die Summe der Einzelnen. Aufgrund der zeitnahen Anschläge in Paris und der Demoverbote in Deutschland sendete er eine klare Botschaft: „Wir unterscheiden sehr wohl zwischen dem friedlichen und dem radikalen Islam. Satire, Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung in Demos sind unser Garant für unser freiheitliches Gesellschaftssystem.“

Frauen in der Politik

Frau Hofmann-Scherrers beleuchtete die Rolle der Frau in der Nördlinger Stadtpolitik. Seit 1850 schließt das Vereins- und Versammlungsgesetz Frauen von politischen Parteien und Vereinen aus. Erst 1892 können sie sich Gewerkschaften anschließen, ab 1900 an Parteiversammlungen teilnehmen und erst ab 1908 der SPD beitreten. Obwohl die SPD ab 1875 schon das Stimmrecht für alle Staatsangehörigen fordert (verankert im Erfurter Programm) dauert es zum Frauenwahlrecht noch bis 1918.

Jedoch behindert durch die eigenen Väter und Ehemänner erfahren Frauen in den Versammlungen und im Beruf Geringschätzung und Diskriminierung. Außerdem lässt die endlose Arbeitslast der verheirateten Frauen kein großes Engagement zu. Und auch die Frauenbewegung vertrat bürgerliche Interessen und „wollte von Reformen für Dienstboten nichts wissen“.

Erste Frau im Nördlinger Stadtrat.

Die Nördlinger SPD war Vorreiter wenn es um Frauen in Ämtern ging: Bei der Stadtratswahl 1924 wurden als erster und einziger Partei Frauen nominiert, Marie Grün und Marie Haas. 1948 kandiert Marie Penn als einzige Frau. Und 1952 gelang der Durchbruch: Dora Schlicht wird die erste Frau im Stadtrat. Oberbürgermeister Weinberger eröffnet die Sitzung mit folgenden Worten:

Frau Stadtrat Schlicht! Meine Herren Stadträte!... Ihnen, Frau Schlicht gilt mein besonderer Gruß und Glückwunsch.“ Bis 1956 bleibt Dora Schlicht die einzige Frau im Stadtrat,  aber mit Ausnahme der CSU werden von allen Parteien Frauen nominiert.

Ein gelungenes Fest! Dazu trug die mitreißende Akkordeonmusik von Michael Burger und Konstantin List einen guten Anteil bei.

 

SPD

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