Parksituation in der Altstadt von Nördlingen: SPD fordert Parkraumbewirtschaftung

Veröffentlicht am 26.03.2016 in Lokalpolitik

Fragebogen an Bewohner der Altstadt Nördlingen

Der SPD Ortsverein  beschäftigte sich erneut mit der Parkraumbewirtschaftung und gab seine Überlegungen an den AK-Verkehr der Stadt weiter. Ausschlaggebend für die Antragsstellung war die Umgestaltung der Räume des ehemaligen Schuhhauses Dippel und der Nebengebäude zu 17 Wohnungen. Für die Fahrzeuge der Bewohner sehe der Bauträger aber lediglich 8 Stellplätze vor, erklärt Wolfgang Stark. Alle Wohnungen seien zudem auch bereits verkauft. Der historische Kern Nördlingens wird offenbar als Wohnort immer beliebter. Mit der Anzahl der hier lebenden Menschen nimmt aber auch die Anzahl deren Fahrzeuge zu. Auch für die Kunden des Einzelhandels sind immer weniger Parkplätze verfügbar; sie werden zum Teil von denen benutzt, die innerhalb der Stadtmauern arbeiten. Es sei grundsätzlich die Aufgabe der Politik und der Verwaltung auf Veränderungen durch die Anpassung von Regelungen zu reagieren, so Stephan Lingel. Der SPD-Ortsverein ist nun der Ansicht, dass das gegenwärtige Parksystem, sofern man das Parken in der Altstadt so bezeichnen kann, den veränderten Lebensbedingungen nicht mehr entspricht.

Bereits im Jahre 2012 haben SPD-Fraktion und SPD-Ortsverein deshalb gemeinsam einen Antrag auf Parkmanagement gestellt. Bis jetzt ist leider wenig in diese Richtung umgesetzt worden. Nach Ansicht der SPD ist eine moderate Gebührenerhebung auf das Parken in Nördlingen nur im Verbund von unterschiedlichen Möglichkeiten sinnvoll, die Rita Ortler in einer öffentlichen Veranstaltung ausführlich vorstellte. So käme u.a. das sogenannte Handyparken in Betracht. Über die Wahl einer kostenfreien Nummer startet der Autofahrer seine Parkzeit, bei einem erneuten Anruf stoppt die Zeit. Eine weitere Möglichkeit den Parkraum zu bewirtschaften, bestehe darin, Parkscheine händisch auszufüllen. Die Parkscheine könnten auf Vorrat angelegt werden und in den Geschäften des Einzelhandels bezogen werden. Eine flächendeckende Aufstellung von Parkautomaten sei gut zu überlegen. Dies würde dem historischen Kern der Stadt nicht gerecht werden. Daneben ist eine Aufstellung mit hohen Kosten verbunden. Trotzdem sollten an einigen wenigen Stellen Parkscheinautomaten im Zuge eines durchgängigen Konzeptes aufgestellt werden. Mögliche Standorte wären Orte in der Nähe der Stadttore, Marktplatz und Brettermarkt. Nur der Verbund der drei Möglichkeiten gewährleiste eine optimale Nutzung der Parkplätze, gerade für die Leute, die diese benötigen. Die zweite Säule des Parkkonzepts umfasst den Bereich Anwohnerparken. Die Stadt Nördlingen soll auch für die Menschen lebenswert sein, die in ihr leben und wohnen. Auch sie haben einen Anspruch darauf, dass ihnen Parkplätze in ausreichender Zahl verlässlich zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund müssen Zonen geschaffen werden, die ausschließlich Anwohnern zum Parken zur Verfügung gestellt werden. Was das Anwohnerparken anbelangt, wird die SPD Nördlingen auf die Anwohner zugehen, um deren Meinung zum geplanten Vorgehen einzuholen.

 

 
 

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