SPD-Bundestagsfraktion vor Ort in Nördlingen

Veröffentlicht am 04.04.2019 in MdB und MdL

V. l: Georg Wiedemann ; MdB Bernd Rützel, MdB Ulrike Bahr; Rita Ortler und Christoph Schmid

„Gute Arbeit, gerechter Lohn und eine gerechte Gesellschaft, das würde ich mir wünschen!“

Mehr als 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten am Mittwoch, 27. März der Einladung der beiden Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr und Bernd Rützel ins Schlössle Nördlingen, um gemeinsam mit Christoph Schmid (Bürgermeister von Alerheim), Rita Ortler (Fraktionsvorsitzende Nördlingen, Stadträtin und selbständige Künstlerin) und Georg Wiedemann (Personalratsvorsitzender) über die Perspektiven guter und sicherer Arbeit sowie die Ausgestaltung einer fairen Rente zu diskutieren.

Beschäftigte fit machen für neue Herausforderungen

„Wenn alte Berufsbilder sich verändern und Tätigkeiten automatisiert werden können, wollen und müssen sich die Beschäftigten fit machen für neue Herausforderungen. Das ist auch ein wichtiges Thema in meiner Tätigkeit im Ausschuss für Bildung und Forschung“, so die Augsburger Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr. Angesicht der neuen Herausforderungen setzt sich Bahr dafür ein, den Beschäftigten mehr Zeit für Weiterbildung einzuräumen und sie finanziell zu unterstützen: „Wir fordern die Arbeitslosenversicherung zu einer vorausschauend agierenden Arbeitsversicherung weiterzuentwickeln. Denn wir sollten Arbeitslosigkeit verhindern, bevor sie entsteht.“

Grundrente

Bernd Rützel, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales im Bundestag, stellte die Grundrente der SPD vor: „All diejenigen, die 35 Jahre und länger gearbeitet haben, sollen eine höhere Rente bekommen als diejenigen, die noch nie oder kürzer gearbeitet haben.“ So erhalten Beschäftigte im Niedriglohnsektor auch nach jahrzehntelanger Beschäftigung nicht selten eine Rente, die deutlich unterhalb der Grundsicherung (850 Euro) liegt. Das neue sozialdemokratische Rentenkonzept von Arbeitsminister Hubertus Heil verspricht laut Rützel eine spürbare Verbesserung für 3 bis 4 Millionen Rentnerinnen und Rentner.

Gute Arbeit kostest gutes Geld

Für Georg Wiedemann, Personalratsvorsitzender beim Bayerischen Roten Kreuz, ist vor allem wichtig, dass für gute Arbeit auch gutes Geld gezahlt wird: „Es muss in der heutigen Zeit möglich sein, dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit auch gleiches Geld bekommen, dies ist in vielen Betrieben leider nicht so. Wir brauchen doch nur mal schauen, warum Frauen, die in Rente gehen eine so große Differenz zu ihren männlichen Kollegen in der Rente haben. Dies ist natürlich der Erwerbsbiographie geschuldet. Das kann nicht gerecht sein!“

Zu den niedrigeren Einkommen von Frauen trägt bei, dass Frauen aufgrund von Betreuungsverpflichtungen und fehlender Betreuungsplätze weniger arbeiten können.

 

Ortler für durchgängige Kinderbetreuung  in den Kommunen

Rita Ortler, SPD-Fraktionsvorsitzende in Nördlingen: „Wir, als Verantwortliche in den Kommunen, müssen eine durchgängige Kinderbetreuung bieten, um familienfreundlich zu sein und den Eltern flexible Arbeitszeiten zu ermöglichen. Allerdings brauchen die Kommunen dazu eine großzügige finanzielle Unterstützung von Land und Bund.“

Tariftreuegesetz für Bayern

Ein weiterer Punkt, der den Anwesenden an diesem Abend wichtig ist, richtet den Blick nach Bayern. Gefordert wird, dass endlich ein Tariftreuegesetz kommt und die Mitbestimmung der Betriebs- bzw. Personalräte deutlich gestärkt wird: „Gerade die Personalräte haben da ein deutliches Defizit. Es kann nicht sein, dass Arbeitgeber vom Landkreis eine Auszeichnung "Top Arbeitgeber" bekommen, die dann in ihrem Betrieb die Mitspracherechte der Belegschaft beschneiden!“, so Wiedemann.

Zahlreiche Fragen und Wortbeiträge aus dem Publikum waren zudem eindrücklicher Beleg für das hohe Interesse am Thema „Gute Arbeit“. Der Rahmen der Veranstaltung bot viel Platz für Diskussion mit den Gästen, die sich von Ulrike Bahr wünschten, bald eine Neuauflage zu organisieren.

Aktuelle Informationen zu bevorstehenden Veranstaltungen von Ulrike Bahr findet sich auf der Homepage: www.ulrike-bahr.de

 

SPD

Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.

WebsoziInfo-News

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Counter

Besucher:674984
Heute:3
Online:3